Alameda Ventures rettet Voyager mit 200 Millionen Dollar und 15.000 BTC

Anscheinend ist Voyager Digital über dem Berg. Das Unternehmen geriet in Liquiditätsprobleme, als Three Arrows Capital ihm einen riesigen Kredit nicht zurückzahlen konnte. Willkommen zu einem weiteren Kapitel der Krypto-Todesspirale, die durch den Zusammenbruch von Terra/Luna verursacht wurde. Wer kam diesmal zur Rettung? Sam Bankman-Frieds andere Firma, Alameda Ventures. Bringt dieser Mann Krypto aus der Patsche oder übernimmt er die totale Kontrolle über die Branche?

In einem aktuelle Pressemitteilunggab Voyager Digital bekannt, dass es „eine endgültige Vereinbarung mit Alameda Ventures Ltd. im Zusammenhang mit der zuvor bekannt gegebenen Kreditfazilität getroffen hat, die Voyager helfen soll, den Liquiditätsbedarf der Kunden in dieser dynamischen Zeit zu decken“. So kann man es ausdrücken. Das Unternehmen erhielt „200 Millionen US-Dollar in bar und USDC-Revolver und einen 15.000-BTC-Revolver“.

Zur Erinnerung: Gestern stellte sich heraus, dass FTX ebenfalls im Besitz von ist Bankman-Fried hat BlockFi mit 250 Millionen Dollar gerettet. Damals haben wir die Situation wie folgt beschrieben:

„In den letzten Wochen war der Kryptomarkt im Abwärtstrend. Der Ansteckungseffekt des Aussterbens von Terra/Luna erschütterte alle Unternehmen da draußen, vor allem diejenigen, die Renditen auf Kryptowährungseinlagen wie BlockFi und Celsius und Hedgefonds wie Three Arrows Capital anboten. Die Probleme dieser Unternehmen und die mögliche Liquidation von Vermögenswerten wiederum versetzten den Kryptomarkt in noch mehr Turbulenzen.“

Der Voyager-Fall passt genau in diese Beschreibung.

Sam Bankman-Frieds Darlehen an Voyager, Die Bedingungen

Die Gerüchte flogen bereits. Am 16. Juni twitterte Analyst Dylan LeClair: „Hier gibt es Spekulationen, aber in ihrem Quartalsbericht hatte Voyager 320 Millionen Dollar an ein in Singapur ansässiges Unternehmen namens „Kontrahent b“ geliehen. Man muss sich fragen, ob „Kontrahent b“ 3AC war und wenn ja, wie viel von der Voyager getroffen wurde?“ Die Antwort kam schneller als gedacht.

In der Pressemitteilung erklärte Voyager das Darlehen:

„Wie bereits bekannt gegeben, sollen die Erlöse aus der Kreditfazilität angesichts der aktuellen Marktvolatilität zum Schutz von Kundenvermögen verwendet werden, und nur dann, wenn eine solche Verwendung erforderlich ist. Zusätzlich zu dieser Fazilität verfügt Voyager seit dem 20. Juni 2022 über etwa 152 Millionen US-Dollar an Bargeld und eigenen Krypto-Vermögenswerten sowie etwa 20 Millionen US-Dollar an Bargeld, das für den Kauf von USDC eingeschränkt ist.“

Das Darlehen ist mit „bestimmten Bedingungen“ verbunden, darunter:

  • „Über einen fortlaufenden Zeitraum von 30 Tagen dürfen nicht mehr als 75 Millionen US-Dollar in Anspruch genommen werden.“
  • „Die Unternehmensschulden des Unternehmens müssen auf etwa 25 Prozent des Kundenvermögens auf der Plattform begrenzt werden, abzüglich 500 Millionen US-Dollar.“
  • „Zusätzliche Finanzierungsquellen müssen innerhalb von 12 Monaten gesichert werden.“
Voyager Digital price chart on OTC | Source: TradingView.com

Im Moment dreht sich alles um Three Arrows Capital

Die Pressemitteilung bestätigt die Gerüchte, das in Singapur ansässige Unternehmen mit dem Namen „Gegenpartei b“ sei 3AC. „Voyager gab gleichzeitig bekannt, dass seine operative Tochtergesellschaft, Voyager Digital, LLC, gegenüber Three Arrows Capital („3AC“) eine Inverzugsetzung wegen Nichtrückzahlung seines Darlehens ausstellen kann.“ In einem kürzlich erschienenen Artikel unserer Schwesterseite Bitcoinist hat die Situation des Hedgefonds aufgeschlüsselt:

„Der Krypto-Fonds war mit einem Risiko von mehr als 200 Millionen Dollar direkt im Fadenkreuz des Luna-Crashs und wurde auf bis zu 450 Millionen Dollar spekuliert. Zunächst schien sich das Unternehmen vom Luna-Zusammenbruch erholt zu haben, aber es würde bald klar sein, dass sich 3AC in einer gefährlicheren Position befand, als die Anleger dachten.“

Die Voyager-Situation macht es noch offensichtlicher. Das „Exposure des Unternehmens gegenüber 3AC besteht aus 15.250 BTC und 350 Millionen USDC“. Das Alameda-Darlehen deckt also den größten Teil davon ab. Aber was mussten sie dafür zurückgeben? Formell „hält Alameda derzeit indirekt 22.681.260 Stammaktien von Voyager („Stammaktien“), was ungefähr 11,56 % der ausstehenden Stammaktien und Aktien mit variablem Stimmrecht entspricht“. Wenn alles gut geht, muss sich die Voyager keine Sorgen machen. Was aber, wenn nicht?

Auf jeden Fall, für diejenigen, die Klatsch mögen, hier ist die Geschichte, wie sie von Voyager erzählt wird:

„Das Unternehmen stellte einen ersten Antrag auf Rückzahlung von 25 Millionen USDC bis zum 24. Juni 2022 und forderte anschließend die Rückzahlung des gesamten Saldos von USDC und BTC bis zum 27. Juni 2022. Keiner dieser Beträge wurde zurückgezahlt und 3AC scheiterte die Rückzahlung eines der angeforderten Beträge bis zu diesen angegebenen Terminen stellt einen Verzugsfall dar. Voyager beabsichtigt, die Rückforderung von 3AC voranzutreiben und befindet sich in Gesprächen mit den Beratern des Unternehmens über die verfügbaren Rechtsmittel.“

Antworten und Schlussfolgerungen

Die Kryptoindustrie insgesamt befindet sich in einer prekären Situation. Und im Mittelpunkt steht eine Frage: Kontrolliert Sam Bankman-Fried das Chaos oder übernimmt er die totale Kontrolle über die Branche?

Featured Image by Sebastian Herrmann on Unsplash  | Charts by TradingView



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